Kondenstrockner Test – Günstige und energieeffizient die Wäsche trocknen

Kondenstrockner

Wer über die Anschaffung eines Wäschetrockners nachdenkt, für den stellt ein Kondenstrockner eine günstige und energieeffiziente Alternative dar. Trotz steigender Popularität haben Wäschetrockner allerdings immer noch den Ruf „wahre Stromfresser“ zu sein. Doch wenn man sich gut informiert, dann findet man durchaus Modelle, die sehr energiesparend arbeiten und mit neuester Technologie die Trocknungszeiten verkürzen.

Die Funktionsweise

Bei allen Wäschetrocknern wird ein großer Teil des Wassers zunächst mechanisch durch Schleudern entfernt. Je nach Umdrehungszahl und Trommelgröße können der Wäsche so etwa 30-50% des Wassers entzogen werden. Um die Wäsche anschließend ganz trocken zu bekommen, muss das Wasser verdampft werden.

Im Gegensatz zu Ablufttrocknern, bei denen die feuchte Luft über einen Abluftschlauch ins Freie abgeleitet wird, benötigen Kondenswäschetrockner jedoch keinen Abfluss. Sie sammeln das Wasser stattdessen in einem Behälter, der anschließend entleert werden muss. Der Vorteil: Für den Betrieb eines Kondenstrockners braucht man ausschließlich eine Steckdose. Ist diese vorhanden kann der Trockner überall angeschlossen werden, sei es im Bad, in der Küche oder im Waschkeller.

Noch energieeffizienter als herkömmliche Kondens-Wäschetrockner arbeiten Trockner mit Wärmepumpe. Bei diesen wird während des Trocknungsvorganges erwärmte Luft in die Trommel zurückgeführt und wiederverwendet. Dadurch wird kaum feuchte und warme Luft an die Umgebung abgegeben und bis zu 50% Energie gespart. Da die Wärmerückgewinnung technisch sehr aufwändig ist, sind diese Geräte jedoch deutlich teurer als herkömmliche Kondenstrockner.

Die Grundausstattung

Junge Frau macht BettKondenstrockner sind in der Regel Frontlader, deren große Trommel von vorn befüllt werden kann. Toplader sind eher selten und haben zudem den Nachteil, dass es keinen Sinn macht, sie auf einer Waschmaschine zu montieren. Das Fassungsvermögen der Trommeln, die häufig aus Edelstahl oder galvanisiertem Stahl gefertigt sind, beträgt meist 7-8 kg.

Optimale Trockenergebnisse erreicht man jedoch, wenn man die Trommel nur maximal bis zur Hälfte füllt. Die meisten Geräte arbeiten mit einer Reversierautomatik, bei der sich die Drehrichtung der Trommel regelmäßig ändert. Wäsche und Wärme werden so gleichmäßig in der Maschine verteilt und der Trockenvorgang läuft besonders schonend ab.

Neben der Trommel verfügt jeder Kondenstrockner über einen Kondenswasserbehälter sowie ein Flusensieb. Beides sollte regelmäßig geleert bzw. gereinigt werden. Bei den meisten Modellen signalisiert eine LED-Anzeige, wenn der Wasserbehälter voll oder das Flusensieb verstopft ist.

Bei manchen Geräten befindet sich der Kondenswasserbehälter unten. Um den Rücken zu schonen, lohnt es sich diese Modelle auf einer Waschmaschine zu montieren. Je nachdem wo das Gerät stehen soll, ist es zudem ratsam sich zu informieren, ob der Türanschlag gewechselt werden kann.

Programme und Funktionen

Niemand möchte, dass der gute Wollpullover plötzlich auf Kindergröße schrumpft oder das schicke Hemd völlig zerknittert aus der Maschine kommt. Daher bietet ein guter Kondenstrockner verschiedene Programme und Optionen. Um die Bedienung zu vereinfachen, sind die meisten Trockner mit einem Drehknopf ausgestattet, über den das Programm gewählt wird. Für Zusatzoptionen gibt es einige wenige Touchcontrol-Tasten. Zahlreiche Geräte bieten einen Knitterschutz, so dass man die Kleidung am Ende nur noch in den Schrank hängen muss.

Grundsätzlich gilt: je trockener man die Wäsche haben will, desto länger die Trockenzeit und desto höher der Stromverbrauch. Um zu verhindern, dass das Gerät noch unnötig weiterläuft, während die Wäsche vielleicht schon längst trocken ist, haben sich die Hersteller etwas einfallen lassen: die elektronische Feuchtemessung. Mit Hilfe von Sensoren wird die Feuchtigkeit der Wäsche gemessen.

Sobald der gewünschte Feuchtegrad erreicht ist, schaltet sich der Wäschetrockner automatisch ab. Dadurch kommt es häufig vor, dass Kondenstrockner schon vor der angegebenen Zeit fertig sind, beispielsweise wenn man nur eine kleine Ladung Wäsche trocknet oder es sich um sehr feine schnell trocknende Materialien handelt.

Während zahlreiche moderne Kondenstrockner über eine Restlaufanzeige verfügen, gelten Trommelinnenbeleuchtung, Startzeitvorwahl oder gar ein selbstreinigender Kondensator als „Sahnehäubchen“. Klar, dass man dafür auch meist etwas tiefer in die Tasche greifen muss.

Was sollte man vor dem Kauf sonst noch beachten

Wäsche auf KondenstrocknerEin Wäschetrockner sollte vor allem eins: die Wäsche zuverlässig trocknen und dabei möglichst wenig Strom verbrauchen. Für welches Gerät man sich entscheidet, hängt daher auch sehr stark von den eigenen Gewohnheiten ab. Wer täglich mehrere Ladungen Wäsche wäscht und trocknet, für den lohnt sich die Anschaffung eines Kondenstrockners mit Wärmepumpe.

Wer den Trockner nur gelegentlich nutzt bzw. ihn hauptsächlich im Winter benötigt, der liegt wahrscheinlich mit einem herkömmlichen Kondenstrockner genau richtig.

Die Anschaffung eines Wäschetrockners ist für viele Familien aus finanzieller Sicht keine Kleinigkeit und bei einem Anschaffungspreis von mehreren Hundert Euro sollte das Gerät entsprechend lang halten. Leider kann der erste Eindruck täuschen und auch ein bekannter Markenname ist heute keine Garantie mehr dafür, dass das Gerät auch nach mehr als 10 Jahren noch funktioniert. Hier hilft ein Blick auf die Erfahrungen anderer Kunden.

So mancher technischer Defekt ist leider kein Einzelfall, sondern deutet auf eine Schwachstelle im Gerät hin. Oftmals treten diese Probleme aber erst nach Ablauf der zweijährigen Herstellergarantie auf. Eine Reparatur ist dann oft teuer und ärgerlich. Wer sich dagegen absichern will, sollte sich über die Möglichkeit einer Garantiezeitverlängerung informieren.

In Sachen Trockenleistung kann man durchaus feststellen, dass die preiswerten Modelle den teureren in nichts nachstehen. Letztere bieten nur häufig eine noch größere Funktionsvielfalt und möglicherweise einen geringeren Energieverbrauch. Zu den weiteren Kaufkriterien zählen die Lautstärke sowie die Maße des Trockner.

Insbesondere wenn der Trockner in der Wohnung untergebracht wird, sollte er schön leise sein und an den dafür vorgesehen Platz im Bad oder der Küche passen. Nichts ist ärgerlicher als nach dem Kauf festzustellen, dass das Gerät 2 cm zu breit ist. Also: vorher Wohnung ausmessen und mit der Produktbeschreibung vergleichen!

Fazit

Wäsche im TrocknerNicht nur in Großfamilien haben sich Wäschetrockner inzwischen einen festen Platz im Haushalt gesichert. Mehr und mehr Menschen schätzen die Zeitersparnis und den Komfort beim Trocknen von Wäsche. Wer liebt es nicht, wenn Handtücher nach dem Trocknen wieder schön weich und flauschig sind?

Dank moderner Kondenstrockner ist es heute auch kein Problem mehr Hemden, Jeans und Wollpullover zu trocknen, ohne dass diese darunter leiden. Durch reversierende Trommeln und elektronische Feuchtemessung ist es möglich, die Kleidung schonend und energiesparend zu trocknen, so dass diese danach immer noch aussieht wie neu.

Grundprinzip und Ausstattung ist dabei bei fast allen Kondenstrocknern gleich: Das verdampfte Wasser wird in einem Behälter gesammelt, der anschließend geleert werden muss. Unterschiede gibt es vor allem bei den verschiedenen Zusatzfunktionen und der Langlebigkeit der Produkte, aber auch im Energieverbrauch. Die meisten Kondenstrockner besitzen Energieeffizienzklasse B.

Die höchste Energieeffizienzklasse A erreichen nur Modelle mit Wärmepumpentechnologie. Diese sind aber auch deutlich teurer in der Anschaffung. Es lohnt sich also, vor dem Kauf genau durchzurechnen, welcher Kondenstrockner für die eigenen Bedürfnisse am besten geeignet ist.